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Presse

Die „Luftmentschn“ im Treuchtlinger Forsthaus

Expressionistisches Klezmer-Klassik-Jazz-Schmankerl im Viererpack

TREUCHTLINGEN  – Am Wochenende hat Treuchtlingen seinen Ambitionen alle Ehre gemacht, neben Gesundheits- auch Kulturstadt zu sein. 15 Bands bildeten am Samstag die dritte „Kulttour“, und im Kurpark startete gestern die diesjährige Konzertreihe am Pavillon. Den qualitativ mit Abstand hochwertigsten Beitrag zu dem musikalischen Mammutprogramm lieferten aber die „Luftmentschn“ als „Kulturschmankerl im Forsthaus“.

 

Die „Luftmentschn“ erwiesen sich im Forsthaus zugleich als brillante Techniker an ihren Instrumenten und grandiose Unterhalter mit augenzwinkernden Songtexten, liebenswert-verquerem Humor und einer bestechenden Bühnenpräsenz.

Ein Hingucker ist das mehrfach preisgekrönte Quartett aus dem Rosenheimer Raum allemal. Ob Schlagzeuger Jan-Philipp Wiesmann mit weißen Hosenträgern und Barett, Bassist Michael Unfried Fenzl als elegante Mischung aus Punk und Gigolo oder Geiger und Gitarrist Florian Starflinger mit seinen nadelspitz-aufgestellten Schnurrbartenden: Die Luftmentschn – vervollständigt durch Vladislav Cojocaru an Akkordeon und Harmonika – transportieren auch optisch ihre musikalische Klasse und Extravaganz. Überraschend ist vor allem die Vielfalt der scheinbar unvereinbaren Musikstile von Jazz und Chanson über volkstümliche Einflüsse aus Osteuropa, Indien oder Südamerika bis hin zu avantgardistischem Sprechgesang und Instrumentals irgendwo zwischen Klezmer, Tango und moderner Klassik.
Expressionistisch-grelle Klangkollagen sind ebenso dabei wie leise Töne, Romantisches ebenso wie Bitterböses. So singen die Luftmentschn mal wehmütig über die leidenschaftliche „Lolita“, mal ätzend über Mord und Totschlag, mimen den wilden „Schachterl-Deifl“ und finden sich schließlich mit verspielter Leichtigkeit in der „Augsburger Puppenkiste“ wieder. 
Die Spielfreude sieht man den vier „bayerischen Mariachi“ jederzeit an. Und wenngleich die rund 80 Gäste im Forsthaus ihrer Tanzaufforderung auch beim wiederholten Mal nicht nachkamen, zuckte doch kaum ein Fuß nicht rhythmisch mit. Die treffende Selbstanalyse der Luftmentschn: „Wie Loriot in einem Rambofilm mit einer Kombination aus Strauß und Bob Marley als Titelmusik…“

“Carpe diem” (April-Juni 2011)

 

Oscarreifer Soundtrack

Von Michael Falkinger
Trostberg. Mit einem kleinen Luftsprung haben die „
LUFTMENTSCHN“ am Sonntagabend im Postsaal Fahrt aufgenommen. Die vier Energiebündel auf der Bühne vereinten sich zu einem Strang, und die Zuschauer kamen in den Genuss eines großartigen Konzerts. Mit im Gepäck hatten die „LUFTMENTSCHN“ ihre aktuelle CD „Großes Kino“. Großes Kino war es dann auch, was das Publikum erlebte.


Vladislav Cojocaru, Florian R. Starflinger, Jan-Philipp Wiesmann und Michael Unfried Fenzl (von links) boten Filmreifes für Ohren und Augen. Foto: fam

Großes Kino mit großem Soundtrack: Angefangen mit einer Hommage an die „Augsburger Puppenkiste“, agierten Florian R. Starflinger (Geige, Gitarre), Michael Unfried Fenzl (Kontrabass, Gitarre), Vladislav Cojocaru (Akkordeon) und Jan-Philipp Wiesmann (Schlagzeug, Percussion) oscarreif auf der Bühne – immer mit einem Augenzwinkern, immer mit einem Schmunzeln. Den Oscar für die beste „Nebenrolle“ gebührt dabei dem Publikum: Vom ersten Takt an ließen sich die Zuschauer mit auf die musikalische Weltreise nehmen. Es war ein rhythmischer Schmelztiegel im besten Sinne, was die „LUFTMENTSCHN“ boten. Hier ein bisschen Indien, da ein wenig Balkan, und dann eine kleine Prise Orient – und das alles verbunden mit Einflüssen aus Jazz, Klassik, Pop und auch aus zarten Spurenelementen des Rock. Keine Frage, da standen vier Vollblutmusiker auf der Bühne, die sichtlich ihren Spaß hatten – und dieser Spaß übertrug sich schnell auf die Zuschauer. Großteils rasant und furios gingen die „LUFTMENTSCHN“ ans Werk – da flog schon mal ein Drumstick durch die Luft, den Starflinger aber artig seinem Kollegen Wiesmann zurückerstattete.

Starflinger, Fenzl, Cojocaru und Wiesmann entführten ihr Publikum nicht nur auf Weltreise, sondern auf Weltenreise: In der „Wüste Nevada“ fanden sie ein unbemanntes Raumschiff vor, glücklicherweise konnte Cojocaru die kyrillische Gebrauchsanleitung entziffern, und so ging’s unbeschwert mit dem „Starship 2011“ in die unendlichen Weiten des Kosmos, um letztlich dann in Trostberg zu landen.

Das Thema Science Fiction wäre damit erledigt, ein weiteres Filmgenre ist der Liebe gewidmet: In einem Lied gaben sich die „LUFTMENTSCHN“ der schönen Lolita hin, dann fragten sie „Ist es Liebe? Ist es Wahnsinn?“. „Du machst mich ganz romantisch“, gestanden sie dem Publikum und ließen Amor seinen letzten Pfeil abschießen. Auch die Melodie „eines ungarischen Erotikstreifens“ fand sich im Repertoire – die „LUFTMENTSCHN“ als „Lustmentschn“.

Ein wenig Action gefällig? Auch damit konnten die vier dienen: Musikalisch präsentierten sie einen „Rambo“-Film mit Loriot und Melodien von Johann Strauß und Bob Marley. Schauplatz ist Wien. „Action-Hero“ Fenzl „ritt“ dabei mit wilder Mimik auf seinem Kontrabass, als beruhigende Elemente glaubte man, bei Starflinger und Cojocaru tatsächlich melodische Anleihen vom Walzerkönig zu erkennen. Bei „Jack In The Box“ wusste sich besonders Wiesmann in Szene zu setzen. Der bayerischen „Übersetzung“ des Titels in „Schachterlteufel“ wurde er mit seinem Schlagzeugsolo gerecht.

Großes musikalisches Können, eine teils an Akrobatik grenzende Bühnenshow und sympathische Künstler, die den Kontakt zum Publikum nicht scheuen: Starflinger, Frenzl, Cojocaru und Wiesmann überzeugten auf ganzer Linie. Die „LUFTMENTSCHN“ zeigten nicht nur großes, sondern grandioses Kino.

Bayerwald-Echo 31.07.2010
Pressefotos zum download unter: Veranstalterinfos!
Pressestimmen: 
   
Borkener Zeitung BZ über Luftmentschn-Konzert in Lüdinghausen: 

Fünf Musikakrobaten 

Das sind die „Luftmentschn“ im Einsatz: Rainer Gruber (v.l.), Florian Starflinger, Jan-Philipp Wiesmann, Michael Fenzl und Thomas Gruber Foto:

Das sind die „Luftmentschn“ im Einsatz: Rainer Gruber (v.l.), Florian Starflinger, Jan-Philipp Wiesmann, Michael Fenzl und Thomas Gruber
Foto: (weze)

 Lüdinghausen – Was sich da das Ricordo Donnerstagabend „geleistet“ hat, wird sicherlich in den Annalen des Hauses einen besonderen Platz einnehmen. Nicht, weil es das letzte künstlerische Ereignis vor der Sommerpause war, sondern weil die Band „Luftmentschn“ aus Bayern so ein furioses Spektakel geliefert hat, wie man es selten erlebt hat: mitreißend, spannend und rasant, wobei aber auch die leiseren Töne nicht zu kurz kamen. 

Ob Bratsche, Gitarre, Akkordeon, Kontrabass oder „Hackbrett“, die fünf vielseitigen Musiker beherrschten ihre Instrumente mit einer Leichtigkeit und Perfektion, so dass Jazz, Klassik, Folk, Pop und Tango den Besuchern im nahezu voll besetzten Ricordo immer wieder überraschend und ungeheuer vielfältig in die Ohren drang. 

Der „Liebesrausch“ als Titel der Tour erwies sich als mitreißend und verlockend: Ihre erfrischende Art, Musikstile zu mixen, damit zu verfremden und neu entstehen zu lassen, zeigte sich bei vielen ihrer Lieder. So entlockten die „Luftmentschn“ bei dem Song „Ich kannte die Braut“ ihren Instrumenten, rhythmisch schwelgende, aber auch schnelle Klänge, eben wie in einem Rausch.

Das Rauschhafte zeigte sich auch in der Performance der 2003 gegründeten Gruppe: Plötzliche Pausen verleiteten das Publikum gelegentlich zu aufbrandendem Szenenapplaus, wobei dann aber die Musik-Akrobaten noch energischer eins drauf setzten und in virtuosen Solo-Einlagen den Kontrabass wild im Kreis drehten oder in den Raum schwangen. Oder da entführte ein seltsamer, monoton anmutender Sprechgesang bei „Ich kannte die Braut“ den Zuhörer gedanklich in ganz entfernte Gebiete der Weltmusik, wie man sie bei Brecht findet.

Dabei sind die Texte der exzellenten Musiker weder anmutig noch einschmeichelnd, sondern eher witzig, ja schräg, wobei sie Liebe, Leid und Eifersucht karikieren, was in Verbindung mit der unterlegten, meist mitreißenden Musik sehr unkonventionell klingt und dabei nicht immer jugendfrei daherkommt, was aber die Besucher in ihrer Begeisterung keinsterweise störte, wie der überschäumende Beifall bewies. Wenn Michael Oberhaus, Mitinhaber des Ricordo, zu Beginn meinte, dass er sich bei der Buchung der „Luftmentschn“ auf eine „Empfehlung“ verlassen hatte, dann kann er sich dafür mit Recht bedanken, denn auch die drei Zugaben zeigten, dass es ein außergewöhnlicher, bereichernder Abend mit fünf Ausnahmemusikern war, denen 2005 sogar der „Yehudi Menuhin-Förderpreis“ zuerkannt wurde.

 
 
 
 
 
 
 

 

Süddeutsche Zeitung Ausgabe Nr. 116 (Pfingsten 22./23./24.05.2010)

Luftmentschn im Liebesrausch

Maxlrain – Die  

 © OVB 

Begeisterte: die Röthenbach Lions-Club:    

    

  
    

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Kultverdacht: “Luftmentschn” im Liebesrausch im Rohrbacher “Incontri”

 12. März 2010    

Ein Gastartikel von Beate KREIS-NÜCKEN.    

Die Kulturwerkstatt in Rohrbach mit dem schönen Namen “Incontri” hat schon viel erlebt. Aber auch im erlauchten Kreis der dort auftretenden Künstler sind die fünf “Luftmentschn” mit ihrem Programm „Liebesrausch“ noch ein Event der Extraklasse.   

    

Nicht umsonst haben die ersten beiden CDs der Gruppe „Musikakrobatik“ und „Gruselett“ geheißen. Wir haben es mit einer Art musikalischen Zirkus zu tun, mit einer klanglichen Trapeznummer. So wie die Soli durch die Luft wirbeln, so irrlichtern die Musiker über die Bühne. Alles ist in flirrender Bewegung.    

Was ist ein Luftmensch?

Schon der Name Luftmensch ist voll tragischer Poesie. Ursprünglich ist das Wort aus dem Jiddischen. Es bedeutet soviel wie Luftikus, also einen armen Menschen ohne ersichtlichen Beruf, der sich mühsam und manchmal mit Schwindeleien durchs Leben schlägt.    

Gemeint waren Migranten, verarmte Menschen, entwurzelt in der Stadt, bedauernswerte jüdische Proletarier. Leute, die sich im späten 19. Jahrhundert in der Not auch mit windigen Geschäften über Wasser hielten, mit so genannten Luftgeschäften.    

Luftmenschen sind mittellos aber irgendwie charmant und sie verkörpern den freien Geist der modernen Städte.    

Eine Band, ein Königreich für eine gute alte Band    

    

Münchener Merkur am 02.03.10    

Luftmentschn versrpühen Funken im Liebesrausch

Schwabhausen – Sie befinden sich im Ausnahmezustand – genauer im Liebesrausch. Die Rede ist von den Luftmentschn, die in Schwabhausen bei einem Ausnahmekonzert im Wohnzimmerformat Herzen und Sympathien sammelten.
 
 
 
Die Funken, die die Fünf bei ihrem furiosen Auftritt in Nebenzimmer der “Post” versprühten, lagen nicht nur in der Luft, das Publikum konnte sie förmlich auf der Haut spüren.  

Luftmentschn nennen sie sich – mit den Ohren im Himmel, instrumental aber ordentlich verwurzelt in der Musikwelt. Luftmentschn, das klingt ein bisschen nach Zirkus und Akrobatik, und auch damit liegt man nicht verkehrt: Die Vollblutmusiker bestechen mit einer mitreißenden Performance, bieten einen wilden Instrumentalritt und erweisen sich als äußerst sattelfest auf ihrem anspruchsvollen und individuellen Parcours. Souverän nehmen sie jede Hürde, verknüpfen die Disziplinen und erweisen sich als unvergleichliche Individuen, die mit Charme und Können ihr Publikum musikalisch niederknutschen.    

Ihre Liebeslieder sind wild und schräg, wie das Outfit, in dem sich die Musiker präsentieren – unkonventionell, voller Überraschungen und nur bedingt jugendfrei. Schmalzige Gefühlsduselei darf man da nicht erwarten, dafür Ekstase und eben – Liebesrausch. (don)    

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Frankenpost:    

Resort Kunst und Kultur erschienen am 17.02.10     

Luftiges Spektakel aus Musik und Humor    

Konzert | Die „Luftmentschn“ begeistern beim Forum Naila in Marlesreuth das Publikum mit ihrer außergewöhnlichen Musikmischung.    

Von Kerstin Starke    

Naila-Marlesreuth – Nein, mit einem normalen Rosenmontagsprogramm hatte das ganz und gar nichts zu tun, was das Forum Naila seinen begeisterten Gästen im ausverkauften Saal des Gasthofs Böhm in Marlesreuth präsentierte. Außergewöhnlich trifft es schon eher, was die “Luftmentschn” – die vier Bayern Rainer Gruber, Thomas Gruber, Florian Starflinger und Michael Fenzl und der eine Stuttgarter Jan-Philipp Wiesmann - mit ihrem Konzertprogramm “Liebesrausch” da musikalisch in den Raum zauberten.    

Nicht Beruf, sondern Berufung
Der Begriff “Luftmentschn” kommt aus dem Jiddischen und beschreibt arme Menschen ohne ersichtlichen Beruf, eine Definition, die die fünf Musiker kokettierend gern für sich selbst in Anspruch nehmen. Doch was sie da in zwei Mal 45 Minuten auf der Bühne zeigen, könnte man ohne Übertreibung auch als Berufung bezeichnen. Auf der Grundlage einer soliden klassischen Instrumentalausbildung samt Jazz-Studium, von viel Humor und Fantasie erreichen sie, was nur wenigen gelingt: Aus deutlichen Einflüssen von Jazz, Klezmer, Volksmusik, Schlager, Tango, Klassik und sogar ein bisschen Rock schaffen sie einen ganz neuen Stil, ihre ganz eigene Weltmusik. Und nicht selten artet die – wie der Titel des Abends und ihrer jüngsten, bei GLM erschienenen CD unterstreicht – in einen Rausch aus, dessen Wirkung die ruhigen und lyrischen Momente nur noch unterstreichen.   
  

Ihre unkonventionelle Art, Musikstile zu mischen und damit zu verfremden, zieht sich bis in einzelne Lieder hinein. Da erklingt ein Lied über einen Oktoberfest-Besuch, und man fühlt sich an die Spider Murphy Gang erinnert, was durch die bairische Mundart noch betont wird. Da entführt ein seltsamer, mysteriöser Sprechgesang bei “Ich kannte die Braut” den Zuhörer gedanklich zurück zur “Dreigroschenoper”. Dazwischen steuert das Hackbrett von Thomas Gruber die Musik wieder mehr in Richtung Balkan und hin zum Gipsy-Jazz.    

Das Sprunghafte setzt sich auch in der Performance fort. Immer wieder machen die Künstler plötzliche Pausen – sie brechen die Musik unvermittelt ab, erstarren selbst mitten in ihren Bewegungen; einige Male verleiten sie das Publikum auf diese Weise zu (Szenen-)Applaus nur, um dann umso temperamentvoller noch eins drauf zu setzen.     

Exzellente Musiker voller Spielfreude sind sie alle. Und ihre Instrumente, die sie meisterhaft beherrschen, dürfen zeigen, was in ihnen steckt. Einmal lassen sie Akkordeon, Bass, Geige und Hackbrett schwelgen, im nächsten Moment – wie im titelgebende Stück “Liebesrausch” etwa – legen die Musiker dann wieder los. Wie entfesselt. Und führen ein seltsam bizarres Spektakel auf.
Sogar beim selbst auferlegten Ausflug in die Welt des Schlagers “Lo-Li-Ta” füllen sie die Passagen zwischen den Strophen mit perfekten Instrumental-Einlagen.    

In ihren Texten mit den meist ironischen Aussagen lassen die fünf “Luftmentschn” ihrem schrägen Humor freien Lauf. Und das ist wiederum untrennbar verbunden mit ihrer selbst geschriebenen Musik. Ihre Kompositionen setzten dabei immer wieder auf Effekte, was die Nähe zur Filmmusik deutlich werden lässt, mit der sich die Musiker sonst noch gern beschäftigen.     

Ein Rosenmontag mit den “Luftmentschn”: Das ist außergewöhnlich, das ist besser als Fasching.

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Süddeutsche Zeitung am 04.02.2010

   

    

Neumarkter_Nachrichten 27.Okt.2009
 

Luftmentschn in Burghausen 09     

… doch dann ziehen die „Luftmentschn“ vor die Mikrofone. Florian Starflinger bewegt sich mit seiner Violine so stilsicher und flink durch die Kulturen, dass er sich alle möglichen theatralischen Spaßetteln erlauben kann. Bassist Michael Fenzl balanciert im Liebesrausch wie von der Tarantel gestochen den Kontrabass mitten durchs ungläubig staunende Publikum. Die Gruber-Buam (Rainer und Thomas), einst Volksmusik-Hoffnungen aus Wurmannsquick, zeigen auf Ziach und Salterio diebische Lust an der kreativen Abstraktion. Jan-Philipp Wiesmann dient lebhaft am Schlagwerk. Witzige Texte karikieren Liebesleid, Eifersucht und Mord. Thematisch sind sie eingeflochten in Klezmer, Balkanklänge, Landler, Tango und dergleichen internationales Tongut mehr. Standesgemäß lösen die Luftmentschn so manche Grenze in Luft auf. − B. Furtner / Passauer Neue Presse    

Jazzthetik im Juni.2009   
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